Manchmal muss man einfach zupacken, und nicht von ungefähr steht unser Verband in der Tradition der Arbeiterbewegung. Die gibt’s schon seit dem 19. Jahrhundert, als sich die Männer und Frauen in diesem Land noch gegenseitig unter die Arme greifen mussten, weil der Staat in dieser Beziehung so verdammt wenig hergab.
Heute ist in dieser Gesellschaft vieles besser geworden, was wir nicht zuletzt dem Einsatz unzähliger helfender Hände verdanken – ein Beweis, dass sich Engagement lohnt und nicht gleich bei der nächsten Kanzlerwahl verpufft.
Auf jeden Fall finden wir 80 000 jungen Samariterinnen und Samariter in diesem Land es bis heute eine sehr akzeptable Einstellung, manchmal spontan zuzupacken und Einsatz zu zeigen. Speziell dann, wenn man sieht, dass andere Leute unsere Hilfe benötigen und wir mit wenig Aufwand viel erreichen können – draußen in der Welt oder direkt bei uns vor der Haustür.
Doch Helfen ist in unserem Jugendverband, den es schon seit über achtzig Jahren gibt, nicht alles. Zwar sind Erste-Hilfe-Kenntnisse total wichtig, doch binden wir uns nicht den ganzen Tag den Helferkittel um. Auch bei uns steht das Zusammensein und der gemeinsame Spaß im Vordergrund. Den erleben wir auf unseren Treffen und bei vielen Veranstaltungen – zum Beispiel in der Kreativwerkstatt, im Seminar für digitales Fotografieren oder auf der Freizeit in Schottland. Unser Verband lässt uns dabei alle Freiheiten, unser Programm selbst zu gestalten. Das ist das Allercoolste daran.